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2. Hinweise zur Filmbeschaffung


Seit der Reform des Urheberrechtes im Jahr 2003 ist es endgültig nicht länger erlaubt, kopiergeschützte Medien zum eigenen Gebrauch zu kopieren. Dies betrifft analoge Kopien von mit Makrovision versehenen Videokassetten und DVDs sowie nahezu alle digitale Kopien von DVDs. 

In Köln verfügt das Institut für Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft über eine umfangreiche Videosammlung. Zusätzlich findet sich im Sprachlabor der Philosophischen Fakultät eine umfangreiche Auswahl an DVDs, darunter nahezu alle DVDs der us-amerikanischen Criterion Collection. Außerdem verfügen die Stadtbücherei, die ihr angeschlossene Medienbibliothek und die Spezialvideothek Traumathek in Köln über ein umfangreiches Programm. 
 
Lässt sich der gesuchte Film nicht entleihen, muss man den gesuchten Film kaufen. Aber auch das stellt sich oft als Problem dar. Oft genug bleibt nur die Anschaffung über das Ausland. Die IMDB bietet einen schnellen Überblick über die in Deutschland, Großbritannien und den USA lieferbaren Filme, allerdings werden hier deutsche Veröffentlichung, die keine Jugendfreigabe erhalten haben, nicht aufgeführt. 

Bei www.amazon.de kann man die Verfügbarkeit von Filmen auf VHS oder DVD in Deutschland überprüfen. Über deutsche, nicht jugendfreie und internationale Veröffentlichungen informiert auch die Filmdatenbank www.ofdb.de (wenn auch nicht ganz vollständig). Für eine Recherche der Filme in Großbritannien bietet sich www.amazon.co.uk an. Hier empfiehlt sich fast immer der Eigenimport, da deutsche Importeure deutlich höhere Preise verlangen. Teilweise gibt es günstigere Alternativen, etwa www.play.com;  Play versendet allerdings von den Jersey-Inseln, so dass bei einem Warenwert über 23 Euro die sog. EU-Steuer (16%) anfällt.

Französische Veröffentlichungen lassen sich bei www.amazon.fr recherchieren. Amerikanische Veröffentlichungen sind z.B. bei www.amazon.com zu erhalten; besonders preiswert ist der Anbieter www.deepdiscountdvd.com. Bei seltenen DVDs empfiehlt sich www.ebay.com (allerdings sind die dortigen Preise häufig sehr hoch angesetzt). Bitte auch jeweils den anfallenden Zoll mit einkalkulieren. Außerdem gibt es im Internet viele kleinere Versender, deren Warenangebot allerdings rechtlich umso bedenklicher sein kann, je ausgefallener ist, was man sucht. 

Weitere Versender sind www.ezydvd.com.au für Australien, www.indiaweekly.com für Indien sowie www.yesasia.com für den asiatischen Raum. 

Muss auf andere als EU-Veröffentlichungen zurückgegriffen werden, so ist dabei folgendes zu beachten:

- Für die USA wie für alle Nicht-EU-Staaten wird ein Einfuhrzoll bei einem Warenwert von z.Zt. über 23 Euro erhoben. 

- Amerikanische und asiatische VHS-Kassetten sind aufgrund der dortigen Fernsehnorm NTSC nur auf dafür geeigneten Videorecordern (NTSC-tauglich) und dazu passenden Fernsehern abspielbar. Französische VHS-Kassetten sind in dem System SECAM aufgenommen und ebenfalls problematisch. Ein Überspielen ist in beiden Fällen nur unter Verwendung eines (teuren) Normwandlers möglich. DVDs haben den Vorteil, dass nahezu alle DVD-Player über einen eingebauten PAL-Wandler verfügen (die Abspielqualität wird allerdings reduziert, hier sollte nach Möglichkeit das jeweilige Bildformat direkt an den Fernseher ausgegeben werden). 

- Amerikanische DVDs sind oft über den sog. Regionalcode (RC) geschützt. Um diese abzuspielen, benötigt man einen DVD-Player, der codefree zu schalten ist. Dies ist im Moment noch legal. 

- DVDs insgesamt sind häufig analog und digital kopiergeschützt. Die Umgehung des Kopierschutzes (etwa zum Erstellen von Ausschnitten für Seminare) ist, wie oben bereits gesagt, mittlerweile illegal. 

- Die rechtliche Situation bei der Einfuhr von Filmen ist zur Zeit sehr umstritten. In der Praxis werden allerdings zur Zeit beschlagnahmte, indizierte und/oder pornographische Titel vom Zoll sichergestellt. 

Weiter zu: 3. Einführende Literatur zu Filmwissenschaft, Cultural und Gender Studies


Gereon Blaseio

Letzte Änderung: 14.08.2005